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Von Susanne Fritz, Gastgeberin:

Am 3.September 2017 ging mein Traum in Erfüllung: EIN KONZERT IN UNSEREM GARTEN !

Dank Frau Ulrike Groffy vom „salonfestival“ klappte alles super. Zuerst ein Gespräch bei uns zu Hause, einige Mails folgten. Datum und Musiker wurden ausgewählt. Nun hieß es, den Garten auf Vordermann bringen… Dank vieler fleißiger Hände schafften wir es.

Dann das große Fragezeichen : wie wird das Wetter????

Stühle, Stehtische, Gläser, Tassen etc. Zelt aufbauen – für alle Fälle – wieder hatten wir viele Heinzelmännchen zur Hilfe.

Am Sonntag, den 3.September, schien die Sonne! Unsere Familie plus Freunde waren emsig im Einsatz.

40 charmante Gäste spazierten in den Garten und genossen offensichtlich das Ambiente und die fantastische Musik von ADD ONE. Drei sehr sympathische junge Vokalisten mit einem beeindruckenden Repertoire boten eine mitreißende Performance.

Ganz ehrlich: es war ein zauberhafter wie unvergesslicher Tag mit so toller Musik und vielen herzlichen Menschen. Wie sagte Imke, sie waren ‚geflashed’ vom Garten als ihrer Bühne – so wie wir begeistert waren von diesem besonderen Sonntag!

Herzliche Grüße vom Wietzestrand, Susanne & Joachim Fritz

 

Einen ganz besonderen musikalischen Abend in Hannover gab es am vergangenen Sonntag im Salonfestival in einem Privathaus: Jessica Pilnäs, hinreißende Sängerin, und Mattias Ståhl, Vibraphonist und Pianist, waren aus Schweden angereist, um ihre Hommage an Peggy Lee – die berühmte Sängerin des amerikanischen Jazz – zu spielen. An die fünfzig Gäste waren gekommen und vom ersten Lied an gefesselt von der entwaffnenden Natürlichkeit von Jessica Pilnäs. Sie moderierte ihr Konzert auf charmante Weise: mal lässig, mal witzig („Sie tue alles für die Kunst“ – als Kommentar zu ihren ausgewöhnlich hohen schwarzen Glitzerschuhen – „die sehr unbequem seien“), mal ernst, als sie einen Song anstimmt, der sie an eine besondere Begegnung erinnerte. Mattias Ståhl begleitete abwechselnd am Vibraphon und am Flügel: konzentriert und überzeugend einfühlsam mit etlichen eigenen jazzigen Passagen. Jessicas Stimme, ihre vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten, und das Spiel von Mattias Ståhl harmonierten perfekt. Das Publikum lauschte hingerissen und gab begeisterten Beifall! Auch nach dem zweiten Set des Konzertes, dem noch einige Zugaben folgten. Und dann standen alle auf und klatschten – wunderbar. Der Abend war gedacht als Hommage an Peggy Lee und endete in einer Hommage an die großartige Sängerin Jessica Pilnäs und den erstklassigen Jazz-Vibraphonisten Mattias Ståhl. Songs wie „Fever“, „Is That All There is?“ und „There´ll Be Another Spring“ berührten das Publikum ebenso wie Louis Armstrongs „What a wonderful world“ – was für ein wundervoller Abend bei wundervollen Gastgebern!

© Felix Broede

 

Dirigent Omer Meir Wellber und Nikolaus Bachler, Intendant der bayerischen Staatsoper im Gespräch – moderiert von der Journalistin Inge Klöpfer

„Mozart ist für die Ewigkeit … und für den Moment“

Ein heißer Freitagabend im Juni. Am Tag vor dem Eröffnungskonzert der Münchner Opernfestspiele 2017 finden sowohl Staatsoper-Intendant Nikolaus Bachler als auch der Dirigent des Eröffnungskonzerts, der israelische Nachwuchskünstler Omer Meir Wellber, Zeit für ein Salongespräch in der Münchner Galerie Tanit. Bachler gilt als Entdecker des jungen Dirigenten aus Israel. Er schildert im Gespräch mit der Journalistin Inge Klöpfer, dass ihn besonders der Mut des Künstlers begeistert habe, Kompositionen immer wieder anders zu präsentieren. „Jedes Mal interpretiert er neu“, so Bachler.

Meir Wellber hat sein Akkordeon mitgebracht und spielt zur Einstimmung erst einmal Klänge aus seiner israelischen Heimat, fröhlich, schnell, mitreißend. Das Thema an diesem Abend ist sein Mozartbild, insbesondere am Beispiel von dessen Zusammenarbeit mit dem Librettisten Lorenzo da Ponte. Der ehemalige Schüler von Daniel Barenboim hat erst spät zu Mozart gefunden, während seiner Zeit an der Dresdner Semperoper: „Erst als in Dresden die Idee aufkam, alle drei Mozartopern mit den Libretti von da Ponte aufzuführen, platzte bei mir der Knoten.“ Seine „Momente mit Mozart“ beschreibt er in seinem neuen Buch „Die Angst, das Risiko und die Liebe“, das er gemeinsam mit der Publizistin Inge Klöpfer geschrieben hat. Klöpfer, die das Salongespräch mit den beiden Künstlern kompetent moderiert, ist insbesondere für ihre Biografien der Verlegerin Friede Springer und des Dirigenten Kent Nagano bekannt geworden.

Wenn gleich die genaue Zusammenarbeit von Mozart und da Ponte nicht dokumentiert sei, erläutert Meir Wellber, habe er ein genaues Bild davon, wie die beiden Künstler durch ihre unkonventionelle und kreative Zusammenarbeit der Oper neue Kraft gaben. Beide waren künstlerische Revolutionäre im Europa der Aufklärung, kreativ und hochbegabt – und zugleich zutiefst gesellschaftskritisch. Beide waren Freigeister, die sich über Konventionen hinwegsetzten, Spielernaturen mit einem Hang zum Risiko, sinnliche Lebemänner und äußerst selbstbewusste Kreative, die sich in der Welt zwischen Adel und Bürgertum bewegten. Die Zusammenarbeit der beiden sei überaus fruchtbar gewesen, Buchstaben und Noten wunderbar aufeinander abgestimmt, die Energien von Musik und Text beeindruckend. Und die Botschaft revolutionär. „Hören Sie selbst“: Meir Wellber holt wieder sein Akkordeon hervor und spielt Opernpassagen aus „Die Hochzeit des Figaro“, um zu verdeutlichen, wie Musik und Text sich ineinander fügen und die Musik die Botschaft des Librettos verstärkt.

Meir Wellers Fazit: Die Zusammenarbeit beider Künstler, Mozart und da Ponte, war hochkreativ und beflügelnd. Außergewöhnlich eben. In seinem aktuellen Buch ist zu lesen: „Beide, Komponist und Dichter, wären in ihrer Entwicklung nicht so weit gekommen, hätte es den intensiven Austausch nicht gegeben. Für Mozarts musikalische Entwicklung ist da Ponte ein Glücksfall, weil ihn der Dichter mit seinem umfassenden Verständnis des menschlichen Daseins und all seiner Unwägbarkeiten dazu inspiriert, die Grenzen der Möglichkeiten einer Oper weit nach vorne zu verschieben.“ Und zu da Ponte ist zu lesen: „Hätte er sich nicht auf Mozart eingelassen, wären er und seine Texte für immer in den Archiven verschwunden“. Eine starke Interpretation.

Zum Abschluss des Salongesprächs spielt Meir Wellber dann noch einmal auf seinem Akkordeon, bevor der Salonabend mit vielen Gesprächen ausklingt, mit Fragen und Anregungen rund um das Thema „Mozart ist für die Ewigkeit … und für den Moment“.

Das Buch „Die Angst, das Risiko und die Liebe – Momente mit Mozart“ von Omer Meir Wellber und Inge Klöpfer ist 2017 bei EcoWin erschienen.

Wenn der Shop zu einem Wohnzimmer wird, …kann man beim Salonfestival Live-Musik „zum Anfassen“ erleben.
Mit Beginn der Salonfestival-Reihe „musik zu Gast“ in Hannover, erleben Musikinteressierte bei uns im Bang & Olufsen Shop Hannover seit drei Jahren, was es heißt, dem Künstler ganz nah zu sein. Auch in diesem Jahr ist ein Konzert wieder fest eingeplant.

Was bewegt einen dazu, solche privaten Konzerte zu veranstalten? In erster Linie ist es das Interesse an Musik. Events, welche wir sonst bei uns durchführen, drehen sich meist um unsere Produkte und haben einen „technischen“ Beigeschmack. Umso schöner finden wir die Idee, die Musik, welche wir selbst gern privat hören, bei uns live zu erleben. Auch ist es uns wichtig, Künstlern, welche noch am Anfang Ihrer Karriere stehen, eine Plattform zu bieten. Einen schönen Nebeneffekt gibt es noch. Als Gastgeber kann man sich auf die Gästeliste der anderen Gastgeber eintragen lassen und man lernt auf diese tolle Art viele Gleichgesinnte kennen.
War das erste Konzert noch geprägt von Nervosität, hat sich mittlerweile etwas Routine eingestellt. Es ist nämlich viel einfacher Gastgeber zu sein, als es den Anschein macht. Von der Planung und der Auswahl der Künstler bis zum abschließendem Treffen aller Gastgeber findet man jederzeit tolle Unterstützung bei der Konzertleitung vom Salonfestival. Bei uns in Hannover ist das Ulrike Groffy. Somit kann ich nur ermuntern, selbst Gastgeber zu sein.

Rüdiger Horn und sein Team von Bang & Olufsen am Landtag Hannover

Seit seiner Gründung im Juni 2014 hat „das salonfestival“ insgesamt 350 Salons mit rund 15.000 Gästen zur Aufführung gebracht. Unter dem Dach der gemeinnützigen Initiative haben Gäste mit renommierten Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur diskutiert und/oder Kunst erlebt. Und dabei Kultur privat gefördert und privat finanziert – alle Gastgeber und Förderer tragen mit einer Spende zur Finanzierung der Künstlerhonorare bei. Auf öffentliche Gelder wird bewusst verzichtet. Das ist eine der Leitlinien unseres Konzepts.

Der Salon meint heutzutage so vieles: es ist der Ort für Kunstgenuss aus nächster Nähe, der Ort für die moderne Variante des Hauskonzerts, für Lesevergnügen und Künstlerbegegnung. Und es ist der Raum für den Diskurs, zu verstehen als die zeitgemäße Agora – der Ort an dem Gesellschaft gelebt, aber auch mitgestaltet wird. Ein Ort der Teilhabe, der Meinungsbildung. Keine Großveranstaltung, aber öffentlich und wirkungsvoll.

Unser Ziel ist ein bundesweites Netzwerk einer Bürgergesellschaft, die sich zeigt. Von Menschen mit Bürgersinn und Verantwortung, interessiert an engagiertem Handeln in unserer Gesellschaft.

Wie man Teil dieser Idee werden kann? Indem man selbst Gastgeber wird und sein Haus öffnet. Oder indem man Salonfreund wird und damit Teil eines Freundeskreises, der diesen spannenden Weg einschlägt. Und/ oder indem man als Gast unseren Salon besucht. – Werden Sie ein Teil dieser aktiv-gestaltenden Bürgergesellschaft.