Der Bang&Olufsen Store am Landtag in Hannover öffnet bereits im sechsten Jahr seine Türen für einen Salon in der Reihe „musik zu Gast“. Mit Technik wie Kabel, Monitore und Scheinwerfer unterstützt die exposive medien gruppe dieses Konzert, der Sound kommt aus Lautsprechern von B&O. Stühle und kleine Leckereien erwarten die vielen Gäste, die den neu gestalteten Store bewundern. Der Gastgeber – Storemanager Rüdiger Horn und sein Team – begrüßt launig seine Gäste, die gespannt auf die bekannte Sängerin und Band „Tokunbo“ warten. Und sie eröffnet direkt mit ihrem Song „Cast away“, zieht die Zuhörer mit ihrer samtig vollen Stimme in den Bann. Tokunbo ist eine deutsch-nigerianische Soul-, Jazz- und Popsängerin, die als ehemalige Frontsängerin von Tok Tok Tok bereits weltweit sehr erfolgreich war. Nun ist sie solo mit Band unterwegs und bezaubert ihre Zuhörer mit ihren lyrischen Songs. Ihre englischen Lieder komponiert sie selbst, die Inspiration dazu kommt auch durch kleine Begebenheiten, die sie im Alltag erlebt. Einen Cover-Song hat sie mitgebracht, den sie wunderbar vorträgt: „Wake up alone“ von Amy Winehouse. Tokunbos erstes Soloalbum erschien 2014, im Jahr 2018 dann ihr zweites Album „The Swan“, dass diesem Konzert den Titel gibt. Charmant moderiert die Künstlerin ihr Konzert: mit „White Noise“ ist das Rauschen gemeint, durch das man immer mal wieder aus dem hektischen und dem politisch schwierigen Alltag entfliehen möchte. Der Song „Rebecca“ ist einer Freundin gewidmet (die nicht so heißt), die viele schlimme Sachen gemacht hat. Stimmlich begleitet wird Tokunbo von Anne de Wolff, die vielseitig und äußerst virtuos auch noch Geige spielt – mit langem Streichen eine besondere Stimmung schafft – und auch die Posaune bläst sowie ein Akkordeon zum Einsatz bringt und nebenbei die kleine Percussion mit Rasseln beherrscht. Bewundernswert. Am Bass und der Bassgitarre schafft Christian Flohr die richtig groovigen tiefen Akzente, neben Lars Ehrhardt, der für sein virtuos-fetziges Gitarrenspiel viel Applaus bekommt. Tokunbo begleitet sich meist selbst an der Gitarre, ihre Stimme variiert soulig zu den vorgetragenen, eher ruhigen Songs, und klingt immer voll und erdig. Musik und Stimme harmonieren, bilden nahezu einen Klangteppich, auf dem man entschweben kann. Tokunbo und zwei ihrer Bandmitglieder und auch ihr Techniker Ingo Schmidt kommen aus Hannover: Auf ihre Frage, was man in Hannover gern isst, hat Tokunbo einen Song über „Grünkohl“ geschrieben, nämlich tatsächlich „Apple Pie“. Und am Schluss kommt der Titelsong, als zweite Zugabe, endlich. „The Swan“. Ein Musiksalon mit einer schönen Mischung aus Folk, Pop und Jazz. Es gibt viel Applaus von den begeisterten Gästen, die sehr angerührt sind von Tokunbos Musik, die viel Gefühl rüberbringt. Wenn Musik verbindet, dann hat sie es an diesem Abend auf jeden Fall.

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