19. März 2017 – 16:00 Uhr zu Gast privat in Berlin-Tiergarten

Wilhelm Schmid

Was wäre, wenn wir mehr Gelassenheit an den Tag legen würden?

Gespräch. Gelassenheit? Es scheint an ihr zu fehlen: Die fortschreitende Moderne wühlt die Menschen dermaßen auf und wirbelt ihr Leben so sehr durcheinander, dass die Sehnsucht nach Gelassenheit wächst. Sie war ein großer Begriff seit der Antike. In der Moderne aber geriet sie in Vergessenheit. Sie wurde zum Opfer des modernen Aktivismus, des wissenschaftlich-technischen Optimismus. Die Zurückhaltung, die sie verkörperte, galt nicht als Tugend. Eine bestimmte Lebenszeit schien lange wie geschaffen für die Gelassenheit: Das Älterwerden. Aber auch daraus ist eine stürmische Zeit geworden, die Gelassenheit will nicht mehr so ohne Weiteres gelingen. Wie ist sie wiederzugewinnen? Kann die älter werdende Gesellschaft eine gelassenere sein? Gelassenheit wird zur begehrten Ressource, sowohl für den Einzelnen wie auch für die Gesellschaft. Der Berliner Lebenskunstphilosoph und Bestsellerautor Wilhelm Schmid präsentierte Überlegungen dazu in einem kleinen Buch, das zu einem großen Bestseller geworden ist. Er proklamiert nicht einfach nur Gelassenheit, sondern zeigt lebenspraktisch in 10 Schritten, wie sie erreicht werden kann.

„Schmid ist wie ein Ort der Stille auf einem Flughafen.”
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Wilhelm Schmid, geb. 1953, lebt als freier Philosoph in Berlin und lehrt Philosophie als außerplanmäßiger Professor an der Universität Erfurt. 2012 erhielt er den deutschen Meckatzer-Philosophie-Preis für besondere Verdienste bei der Vermittlung von Philosophie, 2013 den schweizerischen Egnér-Preis für sein bisheriges Werk zur Lebenskunst.