12. Februar 2017 – 12:00 Uhr // Privathaus // Hannover

Wilfried Buchta

Was wäre, wenn die geistige und soziale Krise der islamischen Welt auch den Westen zerstört?

Vortrag. Gespräch. Europa und Deutschland sind seit mehreren Jahren durch Flüchtlingsströme und dschihadistischen Terror immer stärker von den Ereignissen in Nahost betroffen. Ereignisse, deren Ursachen Bürgerkriege, Staatszerfall und konfessionelle sowie ethnische Konflikte sind. Doch was sind die tieferen Zusammenhänge und wer sind die Hauptakteure in diesen Konflikten? Wie können wir den Grund der Auseinandersetzungen und Machtkämpfe unterschiedlicher konfessioneller Ausrichtungen  verstehen? Ruft der Islam zum Terror auf oder gibt es auch den „barmherzigen Islam“ und was bedeutet das für unseren Umgang mit den hier lebenden Moslems? Anhand des schiitisch-sunnitischen Konflikts im Irak wird beleuchtet, warum die Konflikte so zählebig und politische Lösungen so schwierig sind.

Wilfried Buchta, 1961 geboren, ist Islamwissenschaftler und Publizist. Er hat 14 Jahre lang für nationale und internationale Organisationen in Marokko, Iran, Jordanien und Irak gearbeitet, 2005-2011 als politischer Analytiker für die UN in Bagdad. Neben Vorträgen schreibt er u. a. für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und Cicero. Zuletzt erschienen von ihm die Bücher „Terror vor Europas Toren“ (2015) und „Die Strenggläubigen“ (2016). Er lebt in Berlin.