Montag, 05.11.2018 // 18.00
zu Gast im Privathaus // Berlin

Ein Salon in Kooperation mit der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG

Sahra Wagenknecht und Marc Beise im Gespräch

Der Kapitalismus ist nicht ohne Alternative

Vortrag und Gespräch. „Warum akzeptieren wir ein Leben, das deutlich schlechter ist, als es mit den heutigen technologischen Möglichkeiten bei einigermaßen gerechter Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums sein könnte?“, fragt Sahra Wagenknecht in ihrem Buch Reichtum ohne Gier“. Warum halten wir an einem System fest, das längst nicht mehr imstande ist, seine Versprechen einzulösen: die Möglichkeit, unabhängig von Herkunft und Vermögen durch Talent, Fleiß und Qualifikation ein sorgenfreies Leben zu führen? Im Kapitalismus des 21. Jahrhunderts wächst die Ungleichheit in der Gesellschaft und die Macht global agierender Konzerne, ist Wettbewerb das Ordnungsprinzip menschlichen Handelns mit zerstörerischem Potential des demokratischen Gemeinwesens. Welche Modelle einer alternativen Wirtschaftsordnung sind denkbar für eine sozial gerechtere Gesellschaft, die sich gleichermaßen verantwortlich für ihre Umwelt zeigt? Wie kann eine Gesellschaft teilhaben an dem Diskurs über dringende Probleme wie Wohnungsnot, Altersarmut, Verkehrskollaps, Klimawandel? Darüber diskutieren Sahra Wagenknecht und Marc Beise im Salon der Süddeutschen Zeitung.

Dr. Sahra Wagenknecht ist promovierte Volkswirtin, Publizistin und Politikerin. Sie ist Mitglied des Deutschen Bundestags und seit 2015 Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Als Mitinitiatorin startete sie am 4. September die Sammlungsbewegung „Aufstehen“, die für linke politische Mehrheiten sorgen und neben Anhängern ihrer eigenen Partei auch Mitglieder von SPD und Grünen sowie Parteilose ansprechen will.

Dr. Marc Beise studierte Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Frankfurt am Main, Lausanne und Tübingen, war Redakteur des Handelsblatts“ in Düsseldorf und ist seit 1999 Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung, dessen Wirtschaftsressort er seit 2007 leitet. Sein Hauptaugenmerk liegt dabei auf Wirtschaftspolitik.