Mittwoch, 24.10.2018 // 19.30 
zu Gast im Privathaus // München

Prof. Dr. Barbara Vinken und Dr. Björn Vedder

Was uns die Literatur über die Liebe lehrt

Lesung. Gespräch. Was wäre die Welt ohne das Glück der Verführung, fragt Barbara Vinken. Doch wie kann das freie Spiel der Liebe in Zeiten einer aufgeheizten „Me-Too-Bewegung“ gelingen? Zurecht wird der männliche Machtmissbrauch gegenüber Frauen beklagt, ihre Erniedrigung und Herabwürdigung durch sexuelle Belästigung und Übergriffigkeit. Wie gelingt Begehren, Verehrung und hingebungsvolle Liebe ohne Erpressung und Unterwerfung? Droht dem Eros im Eifer des Antisexismus die Luft auszugehen? Wenn wir uns im Leben nur mühsam zurechtfinden, dann hilft bisweilen ein Blick in die Literatur. Sie zeigt, wie Menschen sich zu ihren Ängsten, Verletzungen und zu ihrer Sexualität verhalten. Sie zeigt nicht, wie es sein soll, aber sie zeigt, wie es ist. Barbara Vinken und Björn Vedder durchforsten die schönsten und schrecklichsten Liebesszenen der Literatur, nicht als Anleitung für das Leben, aber als Medium der Analyse.

Prof. Dr. Barbara Vinken lehrt Allgemeine Literaturwissenschaft und Romanische Philologie an der Ludwig-Maximilian-Universität München und unterrichtete in New York, Paris und Chicago. Sie schreibt für DIE ZEIT, NZZ und „Cicero“.

Dr. Björn Vedder ist promovierter Literaturwissenschaftler und lebt als freier Publizist in Herrsching am Ammersee. Er schreibt über Kunst, Literatur und Philosophie und kuratiert Ausstellungen. Zuletzt erschien ein vielbeachteter Essay über Freundschaft und Liebe.