Donnerstag, 07.06.2018 // 20.00 
zu Gast im Atelier Jochen Hein // Hamburg-Hohenfelde

Raoul Schrott

Erste Erde Epos

Lesung und Gespräch. Raoul Schrotts Buch ist das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit dem heutigen Wissen über die Welt: Vom Urknall über die Entstehung des Planeten bis hin zu uns unternimmt es den großen Versuch, unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse literarisch umzusetzen und sie an einzelnen Lebensgeschichten anschaulich zu machen. ERSTE ERDE EPOS ist der Versuch eines modernen Epos in einer Zeit, in der aufgrund immenser Wissensbestände und unzähliger Forschungsdisziplinen die Gattung „Epos“ zunächst unmöglich scheint. In dem groß angelegten Epos soll die Verbindung von alten Mythen, Diskurs der Naturwissenschaften, Dialogen mit Wissenschaftlern und subjektiven Reisebeschreibungen des Autors ein vielschichtiges Netz aus Perspektiven auf die Erde und unser Wissen von ihr ergeben. In dem Setting des Ateliers mit den Arbeiten von Jochen Hein ein gewaltiger und umfassender Erkenntnis-Genuß.

Raoul Schrott, geboren 1964, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Peter-Huchel- und den Joseph-Breitbach-Preis. Bei Hanser erschienen zuletzt u.a. „Homers Heimat“ (2008) und seine Übertragung der „Ilias“ (2008), „Gehirn und Gedicht“ (gemeinsam mit dem Hirnforscher Arthur Jacobs 2011), die Erzählung „Das schweigende Kind“ (2012), die Übersetzung „Theogonie“ von Hesiod (2014), der Gedichtband „Die Kunst an nichts zu glauben“ (2015) sowie „Erste Erde“ (Epos, 2016). „Erste Erde“ wurde über mehrere Jahre hinweg von der Kulturstiftung des Bundes gefördert.