Freitag, 26.10.2018 // 19.00 
zu Gast im Privathaus // Frankfurt

Petra Reski

Bei aller Liebe

Lesung. Gespräch. „Ich fürchte mich nicht vor der Mafia, sondern vor der Feigheit der Anständigen“, heißt es in Bei aller Liebe“, Petra Reskis jüngstem Roman über die Umtriebe der Mafia in Italien und Deutschland. Was sie im Buch einer fiktiven Staatsanwältin in den Mund legt, könnte die preisgekrönte Autorin mit Fug und Recht auch von sich selbst sagen. Seit Jahren beschäftigt sie sich in Sachbüchern, Zeitungsartikeln und Romanen mit den Verbrechen der Mafia und konnte zeitweise nur unter Polizeischutz öffentlich auftreten. Auch ihre Heldin Serena Vitale in dem neuem Roman führt kein unbeschwertes Leben. Sie arbeitet an einem neuen Fall: In Palermo wird ein deutscher Staatsanwalt ermordet aufgefunden – ausgerechnet auf dem Straßenstrich der Transvestiten. Serena Vitale will mit dem Fall nichts zu tun haben, schließlich nehmen afrikanische Schlepperbanden all ihre Zeit in Anspruch, denn am Elend der Flüchtlinge wollen viele verdienen. Doch der Staatsanwalt ermittelte in Deutschland gegen die Mafia und Serena Vitale ist sonnenklar, dass es sich keinesfalls um ein Verbrechen aus Leidenschaft handelt. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als sich selbst in die Ermittlungen zu stürzen.

Petra Reski wurde im Ruhrgebiet geboren und lebt in Venedig. Seit 1989 schreibt sie über Italien und immer wieder über das Phänomen Mafia. Für ihre Reportagen und Bücher wurde sie mehrfach ausgezeichnet, in Deutschland zuletzt mit dem Journalistinnenpreis und als »Reporterin des Jahres«. Petra Reski hat mehrere Romane und Sachbücher veröffentlicht.