30. März 2017 – 19:00 Uhr // Privathaus // Großburgwedel

Dr. Petra Bahr

Ist das christliche Abendland noch zu retten?
Ein Plädoyer für unsere kulturellen und religiösen Wurzeln

Einführung. Diskussion. Spielt das Christentum in unserer sich wandelnden Kulturgesellschaft noch eine Rolle? Der Eindruck kann entstehen, dass in Zeiten zunehmender Entkirchlichung die Sehnsucht nach Orientierung in den Kirchen keinen Ort mehr hat. Wenn das so wäre, wäre das Abendland wirklich untergegangen. Was kann das Christentum in den Debatten der Gegenwart über den gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen? Gehört das Christentum unumstößlich zur „kulturellen Grammatik“ des westlichen Kulturkreises? Welche Quellen des Abendlandes können angezapft werden?

Petra Bahr stellt sich den Herausforderungen für unsere Kulturgesellschaft und meint: Christlicher Glaube, der seine kulturelle Verantwortung wahrnimmt, setzt gegen den ‚Kampf der Kulturen‘ einen Kampf um Kultur.“

Dr. Petra Bahr (49) ist evangelische Theologin. Seit Anfang des Jahres (2017) ist sie Landessuperintendentin der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover. Sie hat in einer Unternehmensberatung gearbeitet, war von 1999-2005 Referentin für Theologie, Recht und Kultur an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e.V. (FEST) und Lehrbeauftragte für Systematische Theologie und Ethik an der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. 2006 wurde sie die erste Kulturbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bevor sie 2014 zur Konrad-Adenauer-Stiftung ging.

Nach einer journalistischen Ausbildung hat Bahr in Münster, Bonn, Wuppertal, Bochum und Jerusalem Evangelische Theologie und Philosophie studiert und wurde mit einer Arbeit über Immanuel Kant an der Universität Basel promoviert. Ihr Vikariat machte sie in der Versöhnungsgemeinde Berlin-Wedding. Petra Bahr war Mitglied im Präsidium der Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung (SFVV). Sie ist in den Stiftungsräten der Gedenkstätte Berliner Mauer, der „stiftung neue verantwortung“ und in der Wertekommission der Deutschen Wirtschaft. Seit 2011 ist sie Eisenhower-Fellow.

Petra Bahr hat mehrere Bücher geschrieben, darunter auch zwei Kinderbücher. Sie schreibt regelmäßig für überregionale Zeitungen, hat eine wöchentliche Kolumne in der ZEIT-Beilage „Christ und Welt“ und beteiligt sich am geistlichen Programm mehrerer öffentlich-rechtlicher Rundfunksender.