Freitag, 10. November 2017 – 19.00 Uhr
zu Gast im Privathaus // Hannover

Michael Meyer-Resende

Europa nach dem Brexit

Gespräch. Großbritannien sucht den Ausgang, Frankreich kehrt auf die Bühne zurück. Die Gewichte in Europa verschieben sich. Ist Deutschland immer noch der ‚zurückhaltende Hegemon‘ (Economist 2014),  oder schon „zu stark für Europa, zu schwach für die Welt“ (Herny Kissinger)? Sind wir auf dem Weg in ein „deutsches Europa“, statt eines „europäischen Deutschlands“ (Thomas Mann)?  Oder hat Deutschland mit Gegenwind aus Washington, London, Moskau und Warschau den Zenith schon überschritten? Nach der Bundestagswahl verortet Michael Meyer-Resende die deutsche Rolle in Europa. Er fürchtet, dass Deutschland zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist und plädiert für eine realistische Einschätzung der fragilen Lage in der Mitte des Kontinents – eine jahrhundertealte Herausforderung, die nicht verschwunden ist. Neben der politischen Betrachtung, beleuchtet dieser Salon aber auch die ganz konkreten Auswirkungen des Brexits  – für die Briten ebenso wie für „Ausländer“ in Großbritannien.

Michael Meyer-Resende (LL.M.), geboren 1969 in Athen, lebte und arbeitete in Warschau, London, Brüssel und Lissabon. Er ist Jurist und arbeitete bei der OSZE, beim Außendienst der EU und bei der BBC. Er gründete und leitet die Berliner Nicht-Regierungsorganisation Democracy Reporting International, die mit Büros in der Ukraine, Tunesien, dem Libanon, Sri Lanka, Pakistan und Myanmar demokratische Institutionen unterstützt. Er kommentiert regelmäßig politische Entwicklungen in Zeitungen wie The New York Times, The Guardian, Politico, Die Zeit, Süddeutsche Zeitung und EUobserver.