Samstag, 22.09.2018 // 17.00 
zu Gast im Privathaus // Wiesbaden

Manfred Flügge

Stadt ohne Seele

Lesung. Zeitroman und Schicksalspanorama: Der „Anschluss“ Österreichs durch die Nazis im März 1938 und ihr Einmarsch in Wien waren ein traumatischer Wendepunkt in der europäischen Geschichte. Anschaulich und detailreich erzählt Manfred Flügge vom tragischen Irrtum Kurt Schuschniggs und dem Versagen der Weltöffentlichkeit. In einem Wechsel von historischer Darstellung und beispielhaften Lebenserzählungen von Akteuren und Opfern, unter ihnen Sigmund Freud, Egon Friedell, Robert Musil, Franz Werfel und vielen anderen, ist ein Zeitroman entstanden, der ein vielfältiges Schicksalspanorama entwirft. Wien wird zur „Stadt ohne Seele“.

Manfred Flügge, geb. 1946, studierte Romanistik und Geschichte in Münster und Lille. Von 1976 bis 1988 war er Dozent an der Freien Universität Berlin. Heute lebt er als freier Autor und Übersetzer in Berlin. Er ist ein erfahrener Biograph, der schon über die Familie Mann, Marta Feuchtwanger und die mit den Manns befreundete Malerin Eva Hermann schrieb.