Donnerstag, 14.06.2018 // 19.30 
zu Gast im Privathaus // Düsseldorf-Oberkassel

Ein Salon in Kooperation mit der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG

Dirk Helbing und Andrian Kreye (SZ)

Zu einem neuen digitalen Gesellschaftsmodell

Gespräch. Die digitale Gesellschaft war eine der größten Utopien des Aufklärungszeitalters. Sie versprach eine Demokratisierung der Globalisierung, des Handels und der Kommunikation, die Annäherung an das Ideal einer besseren und gerechteren Welt. Aus der utopischen Zukunftshoffnung ist eine dystopische Gegenwart geworden. Der Skandal um das Internet als globale Überwachungsmaschinerie angelsächsischer Geheimdienste nach den Enthüllungen des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden war vor fünf Jahren nur der Anfang. Inzwischen begreift man, dass digitale Technologien die Demokratie gefährden, Monopole schaffen und die Kommunikation zwischen Einzelnen und in der Gesellschaft zerrütten. Dirk Helbing und Andrian Kreye werden an diesem Abend darüber diskutieren, wie es dazu kommen konnte, dass die digitale Utopie in so kurzer Zeit unterging. Und welche Möglichkeiten es gibt, die Zukunft in einem Moment positiv zu gestalten, an dem künstliche Intelligenz, Robotik und Biotech die Menschheit an die Schwelle noch viel größerer Veränderungen stellen.

Lesen Sie dazu aus der SZ vom 25.03.2018Digitale Privatsphäre – Datensammelwut gefährdet die Demokratie

Prof. Dr. Dirk Helbing, Mathematiker und Physiker, ist Professor für Computational Social Science am Departement für Geistes-, Sozial- und Politikwissenschaften und Mitglied der Informatikabteilung der ETH Zürich. Helbing ist gewähltes Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und der Weltakademie für Kunst und Wissenschaft. Er sitzt in den Boards des Global Brain Institute in Brüssel und des Internationalen Zentrums für Erdsimulation in Genf. Zudem ist er Mitglied verschiedener staatlicher und akademischer Wissenschaftsausschüsse, die sich mit der digitalen Transformation unserer Gesellschaft befassen und gehört zu den Unterstützern der Digitalen Grundrechte-Charta.

Andrian Kreye ist einer der beiden Leiter des Feuilletons der Süddeutschen Zeitung und Autor mehrerer Bücher und Filme. Als Journalist begleitet er die Entwicklung der digitalen Welt und den Fortschritt der Wissenschaften seit den späten Achtzigerjahren.