Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin

Was wäre, wenn humanistisches Denken eine neue Basis von Politik bildete?

Impulse für eine hoffnungsvollere Zukunft

25. Januar 2017 – 20:00 Uhr

Ballwanz Immobilien

Vortrag. Diskussion. Der Humanismus gilt als prägendes Phänomen in der europäischen Kultur mit Auswirkungen auf Wissenschaft, Philosophie, Politik, Kunst und Religion. Aber könnte er vielleicht auch über seine kulturgeschichtliche Bedeutung hinaus wichtige Impulse und Ideen für eine hoffnungsvollere Gegenwart liefern? Unsere Welt ist mehr und mehr geprägt durch ein ängstliches, radikales und irrationales Denken, das kaum noch Hoffnung auf eine friedliche, gerechte und demokratische Gesellschaft zulässt. Ein recht verstandener Humanismus ist die Antwort auf die aktuelle Unordnung der Welt – so lautet die Zentralthese von Julian Nida-Rümelin, der unter »Humanismus« vor allem eine Praxis der Menschlichkeit versteht.

Der Philosoph Julian Nida-Rümelin lehrt an der Ludwig-Maximilian Universität München, war Kulturstaatsminister im Kabinett von Gerhard Schröder und beschäftigt sich mit dem Themenfeld der theoretischen und angewandten Ethik und politischen Philosophie. Im Humanismus sieht er die Chance auf eine neu zu belebende Art des Denkens und politischen Handelns. Könnten wir mit dem Humanismus Konzepte gegen eine fortschreitende Kommerzialisierung und Infantilisierung der Kulturen dieser Welt tatsächlich entwickeln?