26. März 2017 – 12:00 Uhr zu Gast in der Libertine Lindenberg // Frankfurt-Sachsenhausen

Jan Grossarth

Was wäre, wenn wir 9 Milliarden Menschen auf der Erde nachhaltig ernähren wollten?

Gespräch an langer Tafel. Jan Grossarth schildert das Spannungsfeld moderner Nahrungsproduktion zwischen emotionalen Verbraucherwünschen, ökologischen Grenzen und Ökonomischer Realität und stellt die Frage: „Wie werden mehr Menschen künftig satt und die Erde auch noch gesund?“ Die Bevölkerung der Welt wächst bis 2050 auf mehr als 9 Milliarden Menschen. Die Ernten müssen dann um mehr als 40 Prozent steigen. In Europa scheint die Produktivitätspirale schon jetzt überdreht. Ressourcen werden knapp, die Artenvielfalt schwindet. Hier lauten die Themen: weniger Chemie, freilaufende Schweine und glückliche Hühner. Die Umweltbewegung findet derweil zurück zur apokalyptischen Rhetorik der achtziger Jahre und beschuldigt Agrarkonzerne des „Ökozids“. Der Kulturverlust durch die agrarische Industrialisierung und die Tierzuchtindustrie ist sichtbar, der Nord-Süd-Aspekt macht alles noch komplizierter. Welche Ideen und Techniken weisen in die Zukunft? Lassen sich Kulturkritik und Optimierungsnot integrieren? Ist neue Technik ein Ausweg?

Jan Grossarth, 1981 in Heidelberg geboren. Studium der Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er ist Journalist und Buchautor, seit Juli 2010 arbeitet er als Wirtschaftsredakteur bei der FAZ. Dort ist er seit 2013 zuständig für die Reportage-Seite „Menschen und Wirtschaft“. Er Schreibt überwiegend über Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft, wirtschaftliche Aspekte der Kirchen. Unter anderem erhielt er den Axel-Springer-Preis und den Medienpreis Politik des Deutschen Bundestages.

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