Freitag, 26.04.2018 // 20.00 
zu Gast im Privathaus // Hamburg

Giovanni di Lorenzo // Katharina Pütter

Erklär mir Italien!

Giovanni di Lorenzo und Katharina Pütter im Gespräch über ein Land zwischen Sehnsucht und Verzweiflung

Lesung und Gespräch. „Pinocchio“ von Carlo Collodi und „Der Leopard“ von Giuseppe Tomasi di Lampedusa sind zwei Lieblingsbücher Giovanni di Lorenzos. Katharina Pütter liest Auszüge aus diesen Klassikern der Weltliteratur. Im anschließenden Gespräch reflektieren die Schauspielerin und der Chefredakteur der ZEIT die Seele und Befindlichkeit des heutigen Italien. Das Land wird von drei M’s dominiert: Männer, Mafia, Migration. Es ist noch immer Sehnsuchtsort der Deutschen und doch kann keinem entgehen, auch nicht dem wohlwollendsten Toskana-Liebhaber: die einstige Pracht und Schönheit bröckeln, die Städte sind marode, die Politik ist zerstritten, die Machenschaften sind undurchsichtig. Italien – Sorgenkind Europas? Aber voller Wahn und Wunder.

Giovanni di Lorenzo ist deutsch-italienischer Herkunft, Chefredakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT, Fernsehmoderator und Autor zahlreicher Bestseller: »Vom Aufstieg und anderen Niederlagen«, zusammen mit Helmut Schmidt »Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt« und »Verstehen Sie das, Herr Schmidt?« sowie mit Axel Hacke »Wofür stehst du?«. In dem Buch »Erklär mir Italien!« analysiert er gemeinsam mit Roberto Saviano das rätselhafte Land im Süden Europas.

Katharina Pütter ist seit ihrem Schauspielstudium an der Akademie für Darstellende Kunst Bayern als Schauspielerin im Kino, TV und vor allem auf der Theaterbühne zu sehen; am Hamburger Ernst Deutsch Theater zuletzt u.a. in „Der nackte Wahnsinn“, „Sippschaft“, „Mein Freund Harvey“ und Molières „Der eingebildete Kranke“. Deutschlandweit ist sie bei literarischen Lesungen auf der Bühne zu erleben und in Hörspielen sowie Wortbeiträgen beim Deutschlandradio, Kulturradio, NDR und in TV-Produktionen von arte zu hören. Anfang 2019 spielt sie die Rolle der Emely Harper in der Uraufführung des Theaterstücks „Mr. President first“.