Mittwoch, 03. Juli 2019 // 19.00 
zu Gast im Privathaus // Dresden

Thea Dorn

Heimat, Leitkultur, Nation

Vortrag und Gespräch. Seit Jahren streiten wir, und der Ton wird rauer: Führt die Rede von Heimat, Verwurzelung oder gar Patriotismus zu einem rückwärtsgewandten Denken, das den Boden bereitet hin zu einem neuen Chauvinismus, Rassismus oder Nationalismus? Oder ist das Beharren auf unseren kulturellen, historisch gewachsenen Besonderheiten in Zeiten von Migration, Globalisierung und Technokratisierung nicht vielmehr Grundbedingung dafür, jene weltoffene Liberalität und Zivilität zu wahren, zu der das heutige Deutschland ja inzwischen längst gefunden hat? Darüber spricht Thea Dorn und bezieht zu den aktuellen Schicksalsfragen unserer Gesellschaft Stellung – differenziert, unaufgeregt und dennoch leidenschaftlich.

„Das Buch (‚deutsch, nicht dumpf‘) ist eine kluge, abwägende und doch pathetische Streitschrift für Deutschland, das sich seiner Besonderheiten bewusst ist, ohne dabei auf Sonderwege zu geraten.“
Sigmar Gabriel in DER SPIEGEL

Thea Dorn, geboren 1970, studierte Philosophie und Theaterwissenschaften in Frankfurt, Wien und Berlin. Sie schrieb preisgekrönte Romane (zuletzt „Die Unglückseligen“), Theaterstücke, Drehbücher und Essays. 2011 veröffentlichte sie „Die deutsche Seele“, eine enzyklopädische Kulturgeschichte des Deutschen von „Abendbrot“ bis „Zerrissenheit“. Seit März 2017 ist sie festes Mitglied im „Literarischen Quartett“. Der aktuelle Titel „deutsch, nicht dumpf” ist „Ein Leitfaden für aufgeklärte Patrioten”. Thea Dorn lebt in Berlin.