28. April 2017 – 20:00 Uhr // Privathaus // Pullach

Prof. Crister S. Garrett

Populismus – Politische Gesundheitskur oder große Gefahr für die Demokratie?

Einführung. Gespräch. Protestwähler  und Populismus beherrschen in diesen Zeiten die transatlantische politische Debatte. Das Thema Populismus und seine Strömungen beherrschte auch den letzten Weltwirtschaftsgipfel in Davos. Die Zukunft der liberalen Weltordnung, mit der Deutschland, Europa und die USA für Sicherheit und Stabilität gesorgt haben, steht auf dem Prüfstand. Sind solche Protestbewegungen eine natürliche Entwicklung in Bezug auf steigende Ungleichheit, beschleunigte Umwälzungen in der Wirtschaft und weltweit sich aufhäufende Krisenherde? Gibt es die Chance, durch eine Art Aufwühlung eine Konsolidierung der Politik herbeizuführen, womit ein neues „political center“ für eine neue Zeit nachhaltig etabliert wird? – Also eine Gesundheitskur für die Demokratie?  Oder geht es vielmehr darum, mit Wutwählern und populistischen Vorhaben, eine radikale und destruktive Politik aufzubauen, um existierende Machtstrukturen zu brechen und damit neue autoritäre Kräfte in eine Führung zu bringen? Sind politische Entwicklungen und populistische Strömungen in Nordamerika, Großbritannien, Frankreich, Niederlande, Schweden und Deutschland u.a. eine große Gefahr für die Demokratie, für die EU, für die westlichen Staaten generell? Vortrag mit anschließender Diskussion.

Prof. Crister S. Garrett lehrt amerikanische Geschichte und Kultur an der Uni Leipzig. Er studierte Zeitgenössische Geschichte und Politik an der University of California, Los Angeles und lehrte u.a. am Middlebury Institute of International Studies in Kalifornien und an der University of Wisconsin-Madison. Zu seinen Forschungsgebieten zählen die Zeitgenössische Amerikanische Geschichte, Politik und Gesellschaft in einem internationalen Kontext.