Institut für Zeitgeschichte in München

Prof. Dr. Andreas Wirsching
Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München/Berlin

Was wäre, wenn das demokratische Europa scheitert?

Ein Ausblick auf das globalisierte Europa

19. Januar 2017 – 20:00 Uhr

Privathaus in Bad Homburg

Vortrag. Gespräch. Die europäische Integration war einerseits ein dezidiert westeuropäisches Projekt, das zunächst im Vertrag von Maastricht gipfelte; andererseits hat die Europäische Union maßgeblich zum erfolgreichen Übergang der postkommunistischen Länder Ost- und Ostmitteleuropas zu einer rechtsstaatlichen Demokratie beigetragen. Mit dem Vertrag von Lissabon 2009 schien diese  Entwicklung weiter konsolidiert zu sein. Seitdem freilich taumelt die EU von Krise zu Krise, und der europäische Basiskonsens droht zu bröckeln. Zugleich sind die europäischen Demokratien auf nationaler Ebene mit neuen Formen eines aggressiven Rechtspopulismus konfrontiert, der in Ungarn und Polen bereits demokratiegefährdenden Charakter angenommen hat. Zu den tieferen Ursachen dieses Prozesses gehört die Erfahrung der Globalisierung, die auf gleichzeitig aufgebrochene Identitätsunsicherheiten in den europäischen Gesellschaften trifft. Der Vortrag unterzieht diesen Zusammenhang einer zeitgeschichtlichen Analyse und gibt einen Ausblick auf mögliche kommende Entwicklungen.

Prof. Dr. Andreas Wirsching, 1959, Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte und Direktor des Instituts für Zeitgeschichte in München.

Mit einer Fülle von Konferenzen, Vorträgen und Buchpräsentationen an allen seinen Standorten belebt das Institut für Zeitgeschichte den wissenschaftlichen Diskurs und sorgt für einen intensiven Dialog zwischen Forschung und interessierter Öffentlichkeit. Das Netzwerk des Instituts reicht dabei weit in die internationale Wissenschaftswelt hinein und wird im Austausch mit ausländischen Partnerinstitutionen und Forschungsverbünden stetig ausgebaut. Einen besonderen Akzent legt das IfZ auf die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Dazu zählen spezielle Doktorandenprogramme ebenso wie eine umfassende Lehrtätigkeit von IfZ-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an 11 Universitäten im ganzen Bundesgebiet.

Das Institut für Zeitgeschichte versteht sich somit nicht nur als anspruchsvolle Forschungseinrichtung, sondern auch als lebendiges Forum für Debatte und Wissenstransfer.

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