Latin, Jazz, Rock und Pop stehen auf dem Programm – und eine außergewöhnliche Band: Jin Jim. Im Jahr 2013 als Band zusammengefunden, spielen sie seither auf nationaler und internationaler Ebene (auch auf Einladung des Goetheinstituts) und begeistern ihr Publikum. Das Quartett gewann 2014 den „Future Sounds“-Wettbewerb der Leverkusener Jazztage und veröffentlichte 2015 ihr erstes Album „Die Ankunft“. Jin Jim belebt die deutsche Jazzszene mit ihrem ungewöhnlich wie mitreißenden Schwung, lange Soundlinien bauen Spannung auf, schnell treibende rhythmische Wechsel reißen den Zuhörer herum: bereits bei den ersten Tönen der Querflöte, virtuos gespielt von Daniel Manrique-Smith, horchen alle auf: ein ungewöhnlich wie vielseitiges Instrument im Jazz. Manrique-Smith pustet, bläst, taktet, haucht und bewegt in schnellem Tempo die Finger, egal ob lateinamerikanischer Tanz oder lyrisch-ruhige Phasen in den vielseitigen Melodien, die überwiegend von ihrem neuen Album „Weiße Schatten“ stammen. Man hört förmlich Lateinamerika, bemerkt klassische Elemente, bisweilen popt es auch. Aber auch „Die Ankunft des Kaisers“ von ihrer ersten CD wird gespielt: ein umwerfendes Stück (mit rhythmischen Gesang), lang, schnell, mit solistischen Einlagen, einem langen Bogen an musikalischen Einflüssen: es gibt begeisterten Applaus, auch mitten im Stück. Ben Tai Trawinski zupft den Bass in irrer Geschwindigkeit, kann aber auch sanft, wie in der ihm von komponierten ‚Träumerei’ zum Ende des Konzertes deutlich wird. Nico Stallmann beherrscht sein Schlagzeug wie kaum ein anderer: lustvoll, intensiv und bewundernswert schnell und vielseitig (beide Hände und Füße immer in Bewegung!) rührt er die Becken, schlägt und streicht, während Johann May an der E-Gitarre für treibende Rockbeats im Stil des Artrocks sorgt, die nun wirklich auch die letzten Gäste in Schwung versetzen. Jin Jim spielt dieses Konzert im Rahmen ihrer CD-Release-Tour im „salonfestival“- im schönen Showroom von Farbgestalt, wo launchige Sessel und diverse Stühle für das richtige Jamgefühl sorgen. Ein sichtlich begeisterter Gastgeber und die Gäste applaudieren lange: eine großartige Band wirft einen langen Schatten, zum Glück ist er weiß!

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