Deutschlands Pionier der Naturheilkunde, Professor Dr. Gustav Dobos, heute führend in der Erforschung und Evaluierung Mind-Body-medizinischer und naturheilkundlicher Behandlungsansätze, gemeinsam mit 40 höchst interessierten und motivierten Zuhörern zu Gast im Haus einer Yoga-Lehrerin – was für ein Dream-Team beim Salonfestival!

Als Leiter der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin an den Kliniken Essen-Mitte und als Inhaber des ersten deutschen Lehrstuhls für Naturheilkunde an der Universität Duisburg-Essen hat Professor Dobos sowohl in der Theorie als auch in der Praxis einen einmaligen und wertvollen Erfahrungsschatz an Wissen über die Kombination von schulmedizinischen und naturheilkundlichen Therapie-Möglichkeiten gesammelt.

Dabei haben sich Yoga und Meditation als höchst wirksame Behandlungsansätze herausgestellt. So beweisen Meta-Studien die Wirksamkeit von Yoga etwa bei Krebs (insbesondere bei Brustkrebs) und Rückenschmerzen, zwei der größten Volkskrankheiten. Besonders bei der Behandlung der Nebenwirkungen der klassischen Brustkrebs-Therapie (Ängste und Depressionen) ist Yoga sehr erfolgreich. Professor Dobos betont, dass sämtliche Aussagen seines Vortrags belegbar sind.

Die Entstehung der Opioid-Krise in den USA hat gezeigt, mit welcher Bedenkenlosigkeit und Unverantwortlichkeit Schmerzmittel flächendeckend eingesetzt wurden. Ursprünglich von einem einzigen Anbieter mit einem ausgeklügelten Marketing-Konzept auf den Markt gebracht, wurden Nebenwirkungen und die Gefahr schnellster Abhängigkeit konsequent unter den Teppich gekehrt. Vielen Menschen mit chronischen Schmerzen kann jedoch mit dem Erlernen der Achtsamkeit geholfen werden, wie es in den Kliniken Essen-Mitte geschieht. Dabei wird das Konzept der „non-judging awareness“ von Jon Kabat-Zinn gelehrt, in dem die Schulung der Achtsamkeit mit dem Kräftigen eines Muskels verglichen wird, was zu einer Stress-Reduktion im Körper führt.

Ein anderes Beispiel: 900.000 Katheter-Untersuchungen in deutschen Kliniken – das sind 3,5 mal so viele wie der westeuropäische Durchschnitt – bringen wohl keinen nachweisbaren Vorteil, denn die deutschen Männer haben von allen Männern in Westeuropa die niedrigste Lebenserwartung. Vorteile für die Lebensdauer bringt hier jedoch ein gesunder und bewusster Lebensstil. Das beweist, dass sogar genetische Prädispositionen positiv beeinflusst werden können, und zwar zu 80-90%. Wer mehr wissen möchte, kann dies im neuesten Buch von Professor Dobos „Das gestresste Herz“ nachlesen.

„Meditieren ist, als würde man sich einen Fallschirm weben, bevor einen die Stürme des Lebens aus dem Flugzeug werfen“

„Mind-Body-Medizin ist eine Therapie für eine dickere Haut“

Begeisterte Patienten beschreiben so ihre Erfahrungen mit den alternativen Methoden, wobei es jedem selber überlassen bleibt, aus dem breiten Spektrum des Angebots das herauszusuchen, was ihm am besten tut. Denn auch dies zeigen zahlreiche Studien: Sich wohl zu fühlen und schon das Bewusstsein darüber, seinem Körper etwas Gutes zu tun, ist von nachweisbarem Nutzen. Das liegt wohl daran, dass durch die jeweiligen Übungen das Streßzentrum des Gehirns herunterreguliert wird; die graue Gehirn-Substanz (substantia nigra) verdichtet sich und schützt Hirn und Körper vor den schädlichen biochemischen Prozessen.

Meditation – die Hippie-Bewegung ist zum Mainstream geworden! Eine Studie unter Harvard-Studenten beweist, dass regelmäßige (das heisst im besten Falle tägliche) Meditation zur Regulation von Emotionen führt. Es leben diejenigen am längsten, die gesund und ausgeglichen mit ihren Emotionen umgehen. Das Erleben großer Gefühlsausbrüche stresst nämlich das Gehirn, und je trainierter dieses durch Entspannungsübungen ist, dessen weniger Schaden nimmt es.

Abschließend begleitete uns Professor Dobos durch eine gemeinsamen Meditation; so erlebten wir am eigenen Körper die entspannende und beruhigende Wirkung des Zu-Sich-Kommens und konnten danach in eine spannende Fragerunde und den Austausch eigener Erfahrungen starten.

von Stephanie Oberbeckmann (Festivalteam Essen)

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