Das Avin Trio in Hannover…endlich wieder Salon!

 

 

Das Warten hat ein Ende…der erste Salon seit Monaten in einem Wohnzimmer in Hannover!

Die Türen und Fenster weit offen, Stühle stehen paarweise mit Abstand bereit, und die ankommenden Gäste strahlen. Auch die Gastgeber sind glücklich, wieder Gäste und Musiker zu einem Salon bei sich empfangen zu können.

Besondere, eher selten aufgeführte Stücke hat sich das Avin Trio für diesen Klassikabend ausgesucht, die mit Bravour und großem Können vorgetragen werden. Gegründet wurde das Trio von Valerie Schweighofer (Violine), Carlo Lay (Violoncello) und Josefa Schmidt in Hannover. Alle drei sind Stipendiaten der Deutschen Stiftung Musikleben und haben sich im Studium an der Musikhochschule kennengelernt.

Klassisches und Rares ist der Salon betitelt und bereits der Auftakt von Mendelssohn Bartholdys Klaviertrio Nr. 2, Op. 66 in c-moll ist ein Ohrenschmaus, ein furios vorgetragenes Allegro energico, gefolgt von einem einfühlsam und schön akzentuiert vorgetragenen Andante. Dann kommen drei Nocturnes des schweizerisch-amerikanischen Komponisten Ernest Bloch: wunderbare Nachtstücke, die starke Bilder hervorrufen, eine sehr gefühlvolle Musik, lyrisch angehaucht, charaktervoll – und selten aufgeführt. Großartig interpretiert von Josefa Schmidt am Flügel sowie den beiden MusikerInnen an den Streichinstrumenten: hervorragend Valerie Schweighofer an der Violine und ebenso grandios Carlo Lay am Violoncello. Vor der Pause kommt noch Haydns Klaviertrio in Es-Dur zu Gehör: vorgetragen in einem schönen Tempo, sehr fein abgestimmt im Trio im Andantino und schwungvoll rasant nahezu im Finale (presto). Besonders Josefa Schmidt kann sich am Flügel beweisen – toll.

Lieben Sie Brahms? Natürlich – nach einer kleinen Pause hören die begeisterten Gäste das Klaviertrio Nr.1 in H-Dur – kein leichtes Stück Musikliteratur, welches das Avin Trio wunderbar aufführt. Absolut beeindruckend! Ein perfekt gelungenes Zusammenspiel, in dem das Trio zeigen kann, dass jede(r) für sich genommen schon großartig ist. Nicht nur das intensive Finale wird lange beklatscht, das ganze Konzert war ein großer Hörgenuss. Und nachdem die kleine Zugabe, das Wiegenlied von Brahms, leise verklingt, ist man noch nicht müde. Es gibt kleine liebevoll vorbereitete Leckereien auf der Terrasse – und viel Lob: Für das Avin Trio und die Gastgeber.

Hausmusik im schönsten Sinn!

 

 

©Ulrike Groffy

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