Nein, der Satz bezog sich nicht auf den Salon, gleichwohl fiel er in dessen Rahmen. Vodafone hatte eingeladen zum Thema „Künstliche Intelligenz“. Wissenschaftsjournalistin Manuela Lenzen und der KI-Experte Reinhard Karger gaben einen Überblick über den aktuellen Stand des Machbaren und einen Ausblick auf die naheliegenden Anwendungen der nächsten Dekaden.  Zunächst wurde schnell klar, dass die […]

Ein alter Schultisch steht in der Ecke des Wohnzimmers, durch dessen Rundumverglasung man an diesem Januarnachmittag in den Garten blicken kann. John von Düffel nimmt an dem Möbel Platz, lächelt in die Runde und berichtet die Entstehungsgeschichte des „Klassenbuchs“. Er sollte einen Workshop in szenischem Schreiben mit Schülern durchführen und eine gemeinsame Geschichte schreiben lassen. Doch statt einer Idee erwartet ihn die Frage, „Wessen Geschichte denn? Seine? Ihre? Meine?“, und die Antwort, dass es nurmehr einzelne Biografien und individuelle Lebenswelten gibt, dass jeder in seinem eigenen Universum zuhause ist und es bestenfalls Überschneidungen gibt. Statt an der Aufgabe zu scheitern, beweist John von Düffel sein Talent zuzuhören und taucht in diese parallelen Universen ein. 
Überhaupt taucht der begeisterte Schwimmer gerne in neue Umfelder ein. Sei es in seiner Jugend, die ihn durch die Eltern in verschiedenen Ländern aufwachsen ließ, durch ein breit gefächertes Studium (Philosophie, Germanistik und Volkswirtschaftslehre) oder durch Tätigkeiten nicht nur als Schriftsteller, sondern auch als Dramaturg oder Übersetzer. Nun ist es die Welt der Pubertierenden, die ihn, Vater einer Zehnjährigen, täglich erst in ein paar Jahren erwartet. 
„Klassenbuch“ nimmt sich dieser jungen, sehr individuellen und durch digitale Medien geprägten Biografien an und stellt dem Leser – oder Zuhörer – eine nach der anderen vor. Zunächst erlebt man die Selbstwahrnehmung der einzelnen, doch diese wird Stück für Stück durch Fremdwahrnehmungen der Klassenkameraden ergänzt, die in ihren eigenen Darstellungen auch über ihre Mitschüler sprechen. So begegnet man Emily, dem Star der Klasse – klug, schön, reich – zunächst in ihrer Mail an den Schulcaterer als ebenso scharfzüngig wie analytisch denkend. Erst durch andere vervollständigt sich das Bild der bulimischen jungen Frau, die ein Verhältnis mit dem Geschäftsführer des Catering-Unternehmens unterhält. Geschichte um Geschichte, Schüler um Schüler baut sich ein Ganzes auf, bekommen die Figuren neue Facetten und die Klasse am Schluss doch eine Art Einheit. 
Von Düffel verweigert sich dabei konsequent der Diktion Sechzehnjähriger, worauf er von „Erwachsenen“, darunter den Salon-Gästen, immer wieder angesprochen wird. Die Jugendlichen nehmen dies selbstverständlich hin. Den Versuch, den Jargon des Schulhofs abzubilden, fänden sie bestenfalls peinlich. So erreicht von Düffel alle Altersklassen mit seinem Roman. An diesem Nachmittag erreichte er knapp 50 Menschen in einem Wohnzimmer, die durch die dichte Atmosphäre dieses Wintertags und die sympathische Nähe des Schriftstellers bezaubert waren. Sein Werk besticht dabei durch die fein ziselierten Charaktere, die Sprachmacht, mit der er jedem seiner Protagonisten eine zusätzliche Facette gibt, das mit Händen zu greifende Interesse des Schöpfers an den Leben, die er dort teils erfindet, teils aus Vorbildern formt und der Kunst, die großen Themen des Lebens mit den Widrigkeiten des Erwachsenwerdens zu verschmelzen.

Von Susanne Fritz, Gastgeberin:

Am 3.September 2017 ging mein Traum in Erfüllung: EIN KONZERT IN UNSEREM GARTEN !

Dank Frau Ulrike Groffy vom „salonfestival“ klappte alles super. Zuerst ein Gespräch bei uns zu Hause, einige Mails folgten. Datum und Musiker wurden ausgewählt. Nun hieß es, den Garten auf Vordermann bringen… Dank vieler fleißiger Hände schafften wir es.

Dann das große Fragezeichen : wie wird das Wetter????

Stühle, Stehtische, Gläser, Tassen etc. Zelt aufbauen – für alle Fälle – wieder hatten wir viele Heinzelmännchen zur Hilfe.

Am Sonntag, den 3.September, schien die Sonne! Unsere Familie plus Freunde waren emsig im Einsatz.

40 charmante Gäste spazierten in den Garten und genossen offensichtlich das Ambiente und die fantastische Musik von ADD ONE. Drei sehr sympathische junge Vokalisten mit einem beeindruckenden Repertoire boten eine mitreißende Performance.

Ganz ehrlich: es war ein zauberhafter wie unvergesslicher Tag mit so toller Musik und vielen herzlichen Menschen. Wie sagte Imke, sie waren ‚geflashed’ vom Garten als ihrer Bühne – so wie wir begeistert waren von diesem besonderen Sonntag!

Herzliche Grüße vom Wietzestrand, Susanne & Joachim Fritz

 

Was wir sind! #salonfestival

KLUGE KÖPFE zu Gast | LITERATUR zu Gast | MUSIK zu Gast | TANZ zu Gast | JUGEND im Dialog

unterwegs in BERLIN | BOCHUM | BONN | DÜSSELDORF | ESSEN | FRANKFURT | HAMBURG | HANNOVER | KARLSRUHE | KÖLN | LÜBECK | MÜNCHEN | MÜNSTER | RHEIN-MAIN | WIESBADEN

 

Wenn der Shop zu einem Wohnzimmer wird, …kann man beim Salonfestival Live-Musik „zum Anfassen“ erleben.
Mit Beginn der Salonfestival-Reihe „musik zu Gast“ in Hannover, erleben Musikinteressierte bei uns im Bang & Olufsen Shop Hannover seit drei Jahren, was es heißt, dem Künstler ganz nah zu sein. Auch in diesem Jahr ist ein Konzert wieder fest eingeplant.

Was bewegt einen dazu, solche privaten Konzerte zu veranstalten? In erster Linie ist es das Interesse an Musik. Events, welche wir sonst bei uns durchführen, drehen sich meist um unsere Produkte und haben einen „technischen“ Beigeschmack. Umso schöner finden wir die Idee, die Musik, welche wir selbst gern privat hören, bei uns live zu erleben. Auch ist es uns wichtig, Künstlern, welche noch am Anfang Ihrer Karriere stehen, eine Plattform zu bieten. Einen schönen Nebeneffekt gibt es noch. Als Gastgeber kann man sich auf die Gästeliste der anderen Gastgeber eintragen lassen und man lernt auf diese tolle Art viele Gleichgesinnte kennen.
War das erste Konzert noch geprägt von Nervosität, hat sich mittlerweile etwas Routine eingestellt. Es ist nämlich viel einfacher Gastgeber zu sein, als es den Anschein macht. Von der Planung und der Auswahl der Künstler bis zum abschließendem Treffen aller Gastgeber findet man jederzeit tolle Unterstützung bei der Konzertleitung vom Salonfestival. Bei uns in Hannover ist das Ulrike Groffy. Somit kann ich nur ermuntern, selbst Gastgeber zu sein.

Rüdiger Horn und sein Team von Bang & Olufsen am Landtag Hannover

Seit seiner Gründung im Juni 2014 hat „das salonfestival“ insgesamt 350 Salons mit rund 15.000 Gästen zur Aufführung gebracht. Unter dem Dach der gemeinnützigen Initiative haben Gäste mit renommierten Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur diskutiert und/oder Kunst erlebt. Und dabei Kultur privat gefördert und privat finanziert – alle Gastgeber und Förderer tragen mit einer Spende zur Finanzierung der Künstlerhonorare bei. Auf öffentliche Gelder wird bewusst verzichtet. Das ist eine der Leitlinien unseres Konzepts.

Der Salon meint heutzutage so vieles: es ist der Ort für Kunstgenuss aus nächster Nähe, der Ort für die moderne Variante des Hauskonzerts, für Lesevergnügen und Künstlerbegegnung. Und es ist der Raum für den Diskurs, zu verstehen als die zeitgemäße Agora – der Ort an dem Gesellschaft gelebt, aber auch mitgestaltet wird. Ein Ort der Teilhabe, der Meinungsbildung. Keine Großveranstaltung, aber öffentlich und wirkungsvoll.

Unser Ziel ist ein bundesweites Netzwerk einer Bürgergesellschaft, die sich zeigt. Von Menschen mit Bürgersinn und Verantwortung, interessiert an engagiertem Handeln in unserer Gesellschaft.

Wie man Teil dieser Idee werden kann? Indem man selbst Gastgeber wird und sein Haus öffnet. Oder indem man Salonfreund wird und damit Teil eines Freundeskreises, der diesen spannenden Weg einschlägt. Und/ oder indem man als Gast unseren Salon besucht. – Werden Sie ein Teil dieser aktiv-gestaltenden Bürgergesellschaft.