Hannah Monyer und Martin Gessmann

Das geniale Gehirn


31. Januar 2016 – 16.00 Uhr

Hofgut Georgenthal – bei Wiesbaden


Unser Gedächtnis hat einen zweifelhaften Ruf. Es verfälscht Erinnerungen und speichert nur unvollständig, was wir uns merken wollen. Doch die neueste Forschung revolutioniert unser Verständnis von Gedächtnis: Ob „Elefantengedächtnis“ oder „Hirn wie ein Sieb“ spielt kaum eine Rolle, da unser Gedächtnis kein Archiv ist, das Erlebtes statisch ablegt, sondern ein anspruchsvolles Netzwerk. Seine radikale Zukunftslogik bestimmt, was wir uns merken, wie wir lernen und wer wir sind. Hannah Monyer und Martin Gessmann räumen mit veralteten Vorstellungen auf. Dabei bringen sie ihre unterschiedlichen hirnbiologischen und philosophischen Perspektiven miteinander ins Gespräch. Am Ende versteht man auch das Zitat des französischen Schriftstellers Paul Valéry: „Das Gedächtnis ist die Zukunft der Vergangenheit“.

Prof. Dr. Hannah Monyer, 1957 in Rumänien geboren, ist eine der weltweit renommiertesten Hirnforscherinnen. Seit 1999 ist sie Direktorin der Abteilung Klinische Neurobiologie der Uniklinik Heidelberg. 2004 wurde sie mit dem Leibniz-Preis geehrt.

Prof. Dr. Martin Gessmann, geboren 1962, studierte in Tübingen, Nantes und Washington D. C. 2010 wurde er in Heidelberg zum Professor für Philosophie berufen, seit 2011 ist er Professor für Kultur- und Techniktheorie und Ästhetik an der HfG in Offenbach am Main.

„“Das geniale Gedächtnis“ ist eine Spurensuche, um unsere Erinnerungen zu verstehen und zu erklären, welchen Einfluss das Gedächtnis auf unser Leben hat. Tatsächlich ist es nicht nur für Erinnerungen zuständig, sondern eine „graue Eminenz, die im Hintergrund die Fäden zieht“ und uns jeden Tag beim Denken und Handeln assistiert. Das hat mehr Auswirkungen auf unseren Alltag, als wir ahnen…“ DIE ZEIT